Pressestimmen CWR 47.2

Im Rahmen der Ruhrtriennale 2009 - „Tamar“

Die Sängerdarsteller von „Tamar“ mussten auf Exkursion in den Oman, um sich der namensgebenden Dattelpalme zu widmen. Ziel war, dass jeder Sänger die eigene Lautsprache findet und diese in die nur grob notierte Komposition spontan einbringt. Das klangliche Ergebnis sind irisierende Clusterklänge, lamentierend aufheulende Soli bis hin zum unartikulierten Schrei und raspelnde Zischchöre, begleitet von zirpenden Maultrommeln, Schalenglocken und Perkussion. Wie in Trance stehen die hervorragenden Sänger des ChorWerks Ruhr im Kreis und singen ganz buchstäblich die in der Mitte thronende Dattelpalme an

Regine Müller, die tageszeitung, 25.09.2009

… Musikalisch war die Anrufung Gottes in der christlichen Heilsbotschaft von Bachs doppelchöriger Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ mit dem erstklassigen Chorwerk Ruhr, das nicht gefastet hatte, von ganz anderem Kaliber. Den Höhepunkt markierte die Uraufführung von Hubers Klangritual „Tamar“.

Während der Meister zusammen mit einem Mitakteur einen kahlen Baumstamm mit Holzschlägeln traktierte, übte sich das Chorwerk Ruhr in monomanischem, mit Lautfetzen durchsetztem Gesang.

Bernd Aulich, Neue Westfälische, 25.09. 2009

Das ChorWerk Ruhr unter der Leitung von Rupert Huber überzeugt als abstrakt arbeitendes Ensemble. Und die musikalische Installation „Tamar“, die Glauben und Rituale fühlbar machen möchte, bietet in erster Linie Musik abseits des Gewohnten.

Christoph Giese, Recklinghäuser Zeitung, 25.09.2009

Ganz vorne bei den positiven Aspekten ist wieder einmal der Ausnahmechor »ChorWerk Ruhr« zu nennen. Das sind glänzende Solisten, die sich dennoch zu einer Weltklasse-Einheit fügen. Und die durch die halb chortechnischen, halb schamanistischen Methoden ihres Chorleiters Rupert Huber wie Kontaktsingen und so weiter zu einer ungeahnten spirituellen Tiefe vordringen.

Ingo Hoddick, Rheinische Post Duisburg, 25.09. 2009

Bei Bach litt das klangliche Resultat darunter, dass die Orgel viel zu nahe an einem Teil der Zuschauer positioniert wurde. Dort konnte man trotzdem erahnen, dass die Stimmen des Chorwerks Ruhr Hubers Ideal eines warmen, gleichzeitig schlanken und in sich lebendigen Chorklangs zuverlässig umsetzten.

Klaus Lipinski, Ruhr Nachrichten, 25.09. 2009

 Ganz vorne bei den positiven Aspekten ist wieder einmal der Ausnahmechor „ChorWerk Ruhr“ zu nennen. Das sind glänzende Solisten, die sich dennoch zu einer Weltklasse-Einheit fügen.

Rheinische Post, 25. 09. 2009